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  F-500

Löschmittelzusatz F-500

Was ist F-500?

F-500 ist ein innovativer Multifunktionslöschmittelzusatz mit sehr speziellen Eigenschaften. Diese Eigenschaften machen es möglich, den Löschmittelzusatz F-500 bei der Brandbekämpfung der Brandklassen A und B sowie in Teilbereichen der Brandklassen C, D und F einzusetzen.

Eigenschaften von F-500

F-500 enthält weder mutagene, krebserregende und erbgutverändernde Stoffe, noch organische Schadstoffe und ist frei von Halogenverbindungen. F-500 enthält demnach keine Fluortenside (PFOS, PFOA, Fluortelomere o.ä.), wie sie als aktive, wasserfilmbildende Stoffe in allen AFFF-Schaummitteln enthalten sind.

F-500 ist weder giftig noch gesundheitsschädlich. Es ist zertifiziert nach ISO 9001 und garantiert eine Produkthaltbarkeit von 15 Jahren. Des Weiteren ist F-500 schnell und vollständig biologisch abbaubar.

Wirkungsweise von F-500

Die Wirksubstanz im Löschmittelzusatz F-500 ist ein amphiphatische Molekühl, die einen polaren und einen unpolaren Molekülteil besitzen. Oberhalb einer kritischen Konzentration ordnen sich Tensidmoleküle im Wasser zu kleinen Tröpfchen, die Mizellen genannt werden. Die polaren, wasserliebenden Enden der Tensidmoleküle werden von Wasser umhüllt, während die unpolaren Enden sich im Inneren dieser Tröpfchen anordnen.

Einkapselung in Mizellen

F-500 besitzt bei der Brandbekämpfung die Eigenschaft, eine Vielzahl von Substanzen in den Mizellen einkapseln zu können. Zu diesen Stoffen zählen:

-          brennbare/explosive Gase,

-          brennbare Flüssigkeiten und deren Dämpfe (z.B. Kohlenwasserstoff)

-          Brandgase, die bei Bränden der Brandklasse A entstehen

-         Freie Radikale, die sich während des Verbrennungsprozesses in heißen Flammen bilden

-        beim Brand entstehende Rauchgase und Rauchpartikel. Diese können wie auch Gase und Dämpfe mit Sprühstrahl niedergeschlagen werden. Dadurch bessere Sichtverhältnisse für die Einsatzkräfte; durch Reduzierung gesundheitsschädlichern Rauchs verringerte Gefahr einer Rauchgasvergiftung und geringere Umwelteinflüsse durch reduzierte Schadstoffemissionen.

Die inertisierten Stoffe stehen für einen (weiteren) Verbrennungsprozess nicht mehr zur Verfügung.

Auch während der Reinigungsphase und der anschließenden Endsorgung bleibt der Gefahrstoff emulgiert.

Netzmittelwirkung

F-500 reduziert die Oberflächenspannung des Löschwassers von 73 dyn/cm auf weniger als 33 dyn/cm. Durch diese Netzmittelwirkung dringt das F-500 Löschmittelgemisch tief in den brennenden Stoff und vorhandene Hohlräume ein.

Eine weiter entscheidende und charakteristische Eigenschaft des Löschmittelzusatzes F-500 ist, das das damit hergestellte Löschmittelgemisch bereits ab ca. 70°C, also deutlich unterhalb des Siedepunktes von Wasser (100°C), merkliche Mengen von Wasserdampf abgeben kann. Diese Erhöhung der Verdunstungsrate des Wassers in F-500 Löschmittelgemisches führt dazu, dass beim Löschen im Vergleich zu purem Löschwasser die Wärme brennender Stoffe sehr schnell und effektiv abgeführt und diese dadurch schneller abgekühlt werden. Zugleich verringert der dabei entstehende kühlere Wasserdampf die Verletzungsgefahr von Feuerwehrleuten im Einsatz.

Kühlwirkung

Ausgelaufene Flüssigkeiten können durch Benetzen/Vermischen mit F-500 Löschmittelgemisch in einen nicht brennbaren und damit in einen für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ungefährlicheren Zustand überführt werden.

Der Einsatz des Löschmittelzusatzes F-500 kann bei Bränden den Wasserbedarf deutlich reduzieren, was weniger brandkontaminiertes und damit schadstoffbelastetes Löschwasser nach sich zieht. Durch schnelles Löschen kann, abgesehen von verringerten Emission schadstoffhaltiger Rauchgase und Rachpartikel, auch die bei einer Verbrennung unvermeidliche Emission des Treibhausgases CO2, reduziert werden.

Erforderliche Gerätschaften für den Einsatz von F-500

Die Verwendung des Löschmittelzusatzes verlangt von den Feuerwehren keine Spezialausrüstung. Es wird mit dem vorhandenen Gerätschaften hergestellt oder als Fertigmischung in Tanklöschfahrzeugen (auch in Kübelspritzen oder Wasserlöschern möglich) transportiert. Im Einsatz wird es nicht über Schaumrohre, sondern über übliche Strahlrohre, Monitore oder Löschlanzen abgegeben.

Mögliche Kombinationen von Z-Zumischern und Strahlrohen beim Einsatz von F-500:

-          Z 2 Zumischer und CM-Strahlrohr ohne Mundstück (200 l/min)

-          Z 2 Zumischer und HSR (200 l/min)

-          Z 4 Zumischer und BM-Strahlrohr mit Mundstück (400 l/min)

-          Z 8 Zumischer und BM-Strahlrohr ohne Mundstück (800 l/min)

-          Z-Select zur weiteren Einstellung des Zumischrate (für Z-2 bzw. Z-4)

Die Firma MFT GmbH empfiehlt jedoch für den Einsatz des Löschmittelzusatzes das neue Hohlstrahlrohr „AWG Turbo-Spritze 2000 Venturi 75-C 2L“

Dies ist ein neues Strahlrohr zur optimalen Ausbringung des Löschmittelzusatzes F-500. Es ist ein spezielles Hohlstrahlrohr mit Venturizumischer und einem 2 Liter Vorratsbehälter am Strahlrohr.

Die Turbo-Spritze 2000 Venturi hat eine fixe Durchflussmenge von 75 l/min zur Abgabe von Löschwasser in Form von Voll- und winkelveränderlichem Sprühstrahl mit Ansaugung von Löschmittelzusatz in Raten von 0% - 0,5% - 1% - 3%.

Wichtig:
Der Druckverlust durch Zumischer beträgt ca. 1/3 des Eingangsdrucks. Bei Verwendung von Hohlstrahlrohren ist ein Pumpenausgangsdruck > 9 bar notwendig, um ein gutes Sprühbild zu erreichen.

Sollten weitere Fragen zum Löschmittelzusatz F-500 bestehen, so können sie gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Wir stehen gerne mit Rat und Tat bereit.

 

 

Termine
 

19.01. - 15:00 Uhr
- Einweisung ELW -
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21.01. - 19:30Uhr
- ÖTEL-Aausbildung -

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25.01. - 19:30 Uhr
- Ausbildungsdienst -
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28.01. - 19:30 Uhr
- First Responder -
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29.01. - 19:30 Uhr
- GF/ZF-Sitzung -


Letzter Einsatz
 
FW 2/2019
11.01.19 - 12:05 Uhr
F1-PKW Brand
L 3155 > Moischeid

- Kernstadt -

Erst-Helfer-System-Gemünden
 
FW 93/2018
08.11.18 - 15:31 Uhr
HKlemm Y
L3296
- Kernstadt, Sehlen -

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