Unsere Stadtteile und ihre Feuerwehren
Die Stadt Gemünden (Wohra) mit ihren Stadtteilen stellt unterschiedliche Anforderungen an den Brandschutz und die technische Hilfeleistung. Geprägt von ländlicher Struktur, historischer Fachwerkbebauung und moderner Infrastruktur sorgen die Feuerwehren der Stadt gemeinsam für Sicherheit – heute und in Zukunft.
Ellnrode
Mit 28 Einwohnern und einer Fläche von 156 Hektar ist Ellnrode der kleinste Stadtteil. Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt; zwei Betriebe werden im Vollerwerb geführt. Zudem befindet sich hier eine Tierklinik für Sportpferde, die überregionale Bedeutung besitzt.
Gemünden – Kernstadt
Die Kernstadt von Gemünden (Wohra) hat 2.894 Einwohner und umfasst rund 2.600 Hektar Fläche. Besonders in der historischen Altstadt rund um Rathaus, Stadtkirche und Untergasse prägt eine dichte Fachwerkbebauung das Stadtbild. Diese Bauweise stellt im Einsatzfall ein erhöhtes Gefahrenpotenzial dar. Neben Wohngebäuden befinden sich hier auch Handwerksbetriebe.
Im übrigen Stadtgebiet sind kleinere und größere Gewerbebetriebe, Einkaufsmärkte, verschiedene Geschäfte sowie eine Tankstelle angesiedelt. Keiner dieser Betriebe unterliegt der Störfallverordnung. Ergänzt wird die Infrastruktur durch mehrere Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe.
Zu den Einrichtungen mit besonderer Bedeutung zählen:
Verkehrstechnisch wird die Kernstadt in Nord-Süd-Richtung von der L 3073 (Frankenberg – Kirchhain, Landkreis Marburg-Biedenkopf) durchquert. Im Ortskern treffen zudem die K 99, die L 3155 sowie die K 109 auf die L 3073.
Aufgaben und Ausstattung
Die Feuerwehr der Kernstadt übernimmt örtliche, nachbarschaftliche sowie überörtliche Aufgaben. Die Tagesalarmsicherheit ist gewährleistet. Bei allen Einsätzen im Stadtgebiet wird sie grundsätzlich mitalarmiert.
Das Feuerwehrhaus wurde im Jahr 1973 als südlichster Stützpunkt im Landkreis Waldeck-Frankenberg seiner Bestimmung übergeben.
Fahrzeugbestand
Grüsen
Grüsen hat 317 Einwohner und eine Fläche von 383 Hektar. Vier landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe befinden sich als Aussiedlerhöfe außerhalb der Ortschaft. In unmittelbarer Nähe von drei dieser Höfe ist eine Biogasanlagen angesiedelt.
Innerhalb der Ortschaft bestehen nur wenige landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe. Darüber hinaus gibt es einen Gewerbebetrieb ohne Gefahrstoffumgang sowie eine alte Bäckerei.
Die Ortschaft wird von der mittelmäßig bis stark befahrenen L 3073 (Frankenberg – Kirchhain) umfahren.
Fahrzeugbestand
Herbelhausen
Herbelhausen zählt 68 Einwohner bei einer Fläche von 272 Hektar und ist damit der zweitkleinste Stadtteil. Auch hier dominiert die Landwirtschaft, die überwiegend im Vollerwerb betrieben wird.
Sehlen
Sehlen hat rund 240 Einwohner und eine Fläche von 421 Hektar. Der Ort ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, hauptsächlich durch kleinere Nebenerwerbsbetriebe. Größere Gewerbebetriebe sind nicht vorhanden.
Sehlen wird von der Landesstraße 3077 erschlossen und ist verkehrstechnisch gut angebunden.
Fahrzeugbestand
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LF10 KatS – Baujahr 2023
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MTW
Schiffelbach
Schiffelbach hat rund 247 Einwohner und umfasst eine Fläche von etwa 815 Hektar. Der Ort wird vom gleichnamigen Bach Schiffelbach durchflossen.
Der Stadtteil ist überwiegend ländlich geprägt. Neben Wohnbebauung befinden sich mehrere landwirtschaftliche Betriebe im Ort, die sowohl im Voll- als auch im Nebenerwerb betrieben werden. Landwirtschaftliche Hofanlagen sowie einzelne ältere Gebäude prägen das Ortsbild.
Verkehrstechnisch ist Schiffelbach über die Landesstraße 3342 an die umliegenden Orte sowie an die Kernstadt von Gemünden (Wohra) angebunden.
Fahrzeugbestand
Lehnhausen
Lehnhausen hat rund 100 Einwohner und umfasst eine Fläche von etwa 1336 Hektar. Der Ort wird vom Holzbach durchflossen.
Der Stadtteil ist überwiegend ländlich geprägt. Neben Wohnbebauung befinden sich mehrere landwirtschaftliche Betriebe im Ort, die sowohl im Voll- als auch im Nebenerwerb betrieben werden. Typische Hofanlagen sowie einzelne ältere Fachwerkgebäude prägen das Ortsbild.
Fahrzeugbestand
Zusammenarbeit der Stadtteilfeuerwehren
Die Tagesalarmbereitschaft kann nicht in allen Stadtteilen jederzeit vollständig gewährleistet werden. Daher werden gemäß Alarm- und Ausrückeordnung – abhängig vom jeweiligen Einsatzstichwort – zusätzlich Einsatzkräfte aus der Kernstadt sowie aus weiteren Stadtteilen mitalarmiert.
Durch dieses abgestimmte Zusammenwirken der Stadtteilfeuerwehren wird eine leistungsfähige Gefahrenabwehr im gesamten Stadtgebiet sichergestellt.
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